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x-Gründe dafür, warum Du es verdienst, Hilfe zu bekommen

Hast Du auch schon einmal gedacht, dass Du es nicht verdient hättest Hilfe zu bekommen? In diesem Artikel möchten wir die Ursachen dieser Annahmen erklären und Dir genau diese x-Gründe nennen, warum gerade DU es verdient hast, dass man Dir hilft.

Dunja Hann

Eine meiner besten Freundinnen hat einmal zu mir gesagt: „Ich habe gar nicht verdient, dass Du mir immer so lieb zuhörst und mich bei meinen Problemen unterstützt!“. Dieser Satz hat mich sehr verwirrt. Warum sollte sie es nicht verdient haben? Ich könnte ihr x-Gründe dafür nennen, dass sie jede erdenkliche Hilfe verdient!

Kommt Dir der Satz bekannt vor? Hast Du auch schon einmal gedacht, dass Du es nicht verdient hättest Hilfe zu bekommen? In diesem Ratgeber-Artikel möchten wir die Ursachen dieser Annahmen erklären und Dir genau diese x-Gründe nennen, warum gerade DU es verdient hast, dass man Dir hilft.

Warum wir denken, dass wir keine Hilfe verdient hätten

Bevor wir uns nun den x-Gründen zuwenden, möchte ich dir anhand von ein paar Beispielen erklären, warum wir oft denken, dass wir keine Hilfe verdient hätten.

„Indianerherz kennt kein‘ Schmerz!“

Nahezu jedes Kind hat diesen Satz schon einmal von einem Erwachsenen gehört. Was zunächst harmlos klingt, hat jedoch eine versteckte Botschaft. Es bedeutet nichts anderes, als dass man keine „Schmerzen“ kennen darf, wenn man ein echter Krieger sein möchte. Er verneint, dass wir (physisch oder psychisch) Leid empfinden dürfen. Hören wir solche Sätze zu oft, verinnerlichen wir sie. Das kann am Ende dazu führen, dass wir denken, wir dürften unsere (innerlichen) Schmerzen nicht nach außen tragen.

Schneller, höher, weiter

In unserem Alltag geht es oft darum, dass wir leistungsstark sind. Die Hausaufgaben schnell und gleichzeitig gut erledigen, Bestnoten schreiben, drei Instrumente lernen, fünf Sportarten betreiben und sich noch sozial engagieren. Wenn wir die Erwartungen von anderen dabei nicht erfüllen können, werden wir manchmal kritisch beäugt oder bekommen gesagt, dass wir uns mehr anstrengen müssen. Wir trauen uns nicht, mit anderen darüber zu reden, dass es uns zu viel wird. Wir haben Angst, dass wir zu „schwach“ sind und den Anschluss verlieren.

„Stell‘ Dich nicht so an, anderen geht es viel schlechter als dir!“

Ja, es mag sein, dass es anderen noch schlechter geht als uns. Aber bedeutet das, dass es uns nicht auch schlecht gehen darf? Es passiert leider sehr oft, dass wir uns keine Hilfe holen und uns niemandem anvertrauen, weil wir denken unser Problem sei nicht wichtig genug.

Selbstzweifel

Wir alle zweifeln hin und wieder an uns. Bis zu einem gewissen Grad ist das vollkommen normal und unser innerer Kritiker hat auch einen gewissen Nutzen, da er uns fordert und somit weiterbringen kann. Hinterfragen wir z.B. unser Verhalten, können wir lernen, Dinge in Zukunft besser zu machen. Werden die Selbstzweifel jedoch zu ausgeprägt, kann dies zu einem Minderwertigkeitskomplex führen. Dann reden wir uns selbst schlecht und denken, wir hätten die Unterstützung von anderen nicht verdient, weil wir einfach nicht gut genug sind.

Jeder hat Hilfe verdient

Jetzt zu der guten Nachricht: Nur, weil wir uns bisher durch die genannten Ursachen haben beeinflussen lassen, muss das nicht so bleiben! Wir haben jederzeit die Möglichkeit, unser Denken und Verhalten zu ändern. Das ist manchmal anstrengend, aber ich verspreche Dir, dass es sich lohnt!

Damit es Dir leichter fällt in Zukunft Unterstützung einzufordern, kommen hier die x-Gründe, warum Du Hilfe verdient hast:

Du bist nicht allein

Wir alle brauchen von Zeit zu Zeit Hilfe bei vielen unterschiedlichen Problemen. Keiner von uns ist ein Superheld. Und ganz ehrlich? Selbst die Superhelden in den Comics besiegen die Bösen nicht allein. Ihre Freunde stehen ihnen jederzeit zur Seite und sie nehmen diese Unterstützung gerne an, um Herausforderungen und Krisen gemeinsam zu bewältigen.

Deine Gefühle sind wichtig

Wenn Dich etwas traurig macht, hat das einen Grund und es ist wichtig, Deine Gefühle zuzulassen. Manchmal überwältigen uns unsere Gefühle und dann ist es besonders wichtig, sich Hilfe zu holen. Unterdrücke Deine Gefühle nicht – sie wollen Dir etwas sagen und müssen gehört werden.

Du bist einzigartig

Kein anderer Mensch auf der Welt ist so wie Du. Selbst Zwillinge ähneln sich sehr, entwickeln sich jedoch individuell. Das macht jeden einzelnen von uns – ja auch Dich! – zu einem einzigartigen Lebewesen. Und jedes Lebewesen hat unsere Hilfe und Unterstützung verdient – also auch Du.

Du bist liebenswert

In Momenten in denen Du an dir zweifelst, ist es manchmal schwer zu akzeptieren, dass Du liebenswert bist. Du hast es jedoch verdient dich selbst zu lieben und von anderen geliebt zu werden.. Vor allen Dingen mit Selbstliebe tun wir Menschen uns schwer, weil wir nicht egoistisch oder selbstverliebt wirken wollen. Ein gesundes Maß an Selbstliebe und Selbstfürsorge ist wichtig für jeden von uns. Wenn wir uns selbst lieben, können wir auch zulassen, von anderen geliebt zu werden.

Du bist es wert

Falls es Dir gerade schwer fällt, es anzunehmen, sage ich es noch einmal deutlich: DU BIST ES WERT! Du bist ein einzigartiger, liebenswerter Mensch, der jede Hilfe und Unterstützung verdient hat, damit es Dir gut geht.

Du bist gut so wie Du bist

Ich könnte ewig weiter machen und Dir weitere Gründe nennen, warum Du Hilfe verdient hast. In meinen Augen kommt hier der Wichtigste:

Du bist gut so wie Du bist. Punkt.

Es ist verständlich, wenn Du an dieser Stelle gedanklich ein „Aber…“ einfügen möchtest. Das ist ganz normal, da wir ständig zu hören bekommen, wie wir zu sein haben. Ich bitte Dich jedoch, es jetzt einfach nicht zu tun und den Satz auf Dich wirken zu lassen: Du bist gut so wie Du bist!

Wo bekommst Du Hilfe?

Die Frage, wo Du Hilfe bekommst, hängt zu einem großen Teil von Dir und auch der Art Deines Problems ab. Ich möchte Dir gerne einige Beispiele nennen:

Freund:innen und Familie

Wenn Du traurig bist, ein offenes Ohr brauchst oder einfach mal über jemanden schimpfen möchtest, können Dir Freunde und Familie zur Seite stehen. Enge Freunde oder Familienmitglieder, denen Du vertraust, kennen Dich und Deine Situation meistens schon sehr gut und wissen oft, was Dir hilft.

Lehrer:innen und Schulsozialarbeiter:innen

Manchmal kann es nötig sein, sich einem/r Lehrer:in oder Schulsozialarbeiter:in anzuvertrauen. Hast Du Probleme mit Deinen Mitschüler:innen, weil Du z.B. gemobbt wirst, ist es sinnvoll auch jemanden aus der Schule einzuweihen. Ihr könnt gemeinsam überlegen, wie ihr vorgeht und was die nächsten Schritte sind.

Jugendamt

An dieser Stelle möchte ich Dir mögliche Ängste nehmen. Das Jugendamt hat es als oberstes Ziel, dein Wohlbefinden zu sichern, wenn Du Dich an sie wendest. Es geht darum, Dir und Deiner Familie Unterstützung anzubieten, wenn es mal nicht ganz rund läuft. Du brauchst Dich nicht vor dem Jugendamt zu fürchten. Du kannst Dich dort unverbindlich beraten lassen, wenn Du glaubst, Unterstützung zu brauchen.

Therapeut:innen und Kliniken

Manche Probleme sind so groß, dass unsere engsten Vertrauten oder der/die Lieblingslehrer:in nicht mehr helfen können. Dann ist es Zeit, dass Du Dir professionelle Hilfe suchst. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn Du oft sehr traurig bist oder in alltäglichen Situationen viel Angst verspürst. Wie der Weg in eine Psychotherapie aussehen kann, erfährst Du in unserem Ratgeber-Artikel unter: https://krisenchat.de/ratgeber/Psychotherapie

 Der erste Schritt ist der schwerste

Manchmal fällt es uns schwer, um Hilfe zu bitten. Wir haben dann das Gefühl, dass unser Gegenüber schlecht von uns denkt oder uns nicht ernst genug nimmt. Dann kann es guttun, erst einmal mit einer unabhängigen Person zu sprechen. Wir bei krisenchat.de stehen Dir 24/7 zur Seite und beraten Dich gerne bei Deinen Problemen. Wir finden:

Du bist es wert, dass man Dir hilft!

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